Potenz aus der Savanne – Yohimbin

yohimbine

Das Phänomen der erektilen Dysfunktion ist eine Plage, die kein Zeitalter der Menschheit und keine Region der Welt verschont hat. Und schon immer wurden von den Männern Mittel und Wege gefunden, ihre Erektionsstörungen mit Arzneimitteln zu behandeln, die sie aus der örtlichen Tier- und Pflanzenwelt gewannen. Auch Westafrika hat sein ganz eigenes Potenzmittel für sich entdeckt – Yohimbin.

 

Erweiterung der Blutgefäße, Venen bleiben verengt

 

Das Arzneimittel Yohimbin wird vor allem aus der Rinde und den Blättern des immergrünen Yohimbe-Baumes gewonnen. Doch auch in den Wurzeln einiger Schlangenwurze ist der Wirkstoff zu finden. Yohimbin wird hauptsächlich zur Therapie bei erektilen Dysfunktionen verwendet. Der Wirkstoff sorgt als Antagonist von Adrenorezeptoren für eine Erweiterung der Blutgefäße, wodurch der Penis besser durchblutet wird und schneller eine Erektion aufgebaut werden kann. Die Venen im Glied bleiben allerdings verengt, wodurch weniger Blut abfließt und die Erektion länger gehalten werden kann. Darüber hinaus erhöht Yohimbin nach dem Übertritt der Blut-Hirn-Schranke für eine Erhöhung des Blutdruckes, der Herzfrequenz sowie der motorischen Fähigkeit. Zudem wird die Bildung von Dopamin und Serotonin unterstützt, zwei Hormone, die Glücksgefühle erzeugen und die Bereitschaft zum Sex anheben.

Anwendung

 

Zur Therapie der erektilen Dysfunktion muss Yohimbin über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, bis die notwendige Konzentration des Wirkstoffes im Blut vorhanden ist. Nach zwei bis drei Wochen sollte der gewünschte Effekt eintreten. Zudem schwankt die Bioverfügbarkeit von Yohimbin stark, wodurch es etwas unzuverlässig wirkt. Leider können sich mit Yohimbin auch einige Nebenwirkungen einstellen. Die häufigsten sind Herzrasen, innere Unruhe, Übelkeit und Schlafstörungen. Auch von Störungen des Blutdruckes und Schwindelgefühlen wird berichtet. Das Präparat Yohimbin hatte lange Zeit einen hohen Stellenwert bei der Therapie der erektilen Dysfunktion. Doch seine Bedeutung ist mittlerweile stark zurückgegangen, da es durch die zuverlässiger wirkenden PDE-5-Hemmer abgelöst wurde. Wer allerdings nicht gleich zur Tablette greifen möchte und lieber dem Altbewährten vertraut, um etwas gegen seine Erektionsprobleme zu tun, ist mit Yohimbin weiterhin gut beraten. Das Präparat ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

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