Priligy – Wenns mal länger dauern soll

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Gerade in der Pubertät und als junge Erwachsene können viele Männer ein Lied davon singen. Der Sex mit der Liebsten steht kurz bevor, die Aufregung steigt, man kommt sich näher, küsst sich, streichelt sich, landet im Bett und … schon ist es vorbei, bevor es überhaupt richtig begonnen hat. Ein vorzeitiger Samenerguss kann die schönsten zweisamen Momente zerstören. Glücklicherweise kann nun auch in diesem Bereich Abhilfe geschaffen werden.

 

Wirkstoff Diapoxetin

 

2009 wurde in Deutschland das Medikament Priligy zugelassen, das den Wirkstoff Dapoxetin enthält. Dapoxetin gehört zu den Serotonin-Aufnahmehemmern, einer Untergruppe der Antidepressiva. Da Serotonin auch eine wichtige Rolle beim Samenerguss spielt, kann der Wirkstoff auch dazu eingesetzt werden, diesen hinauszuzögern und die sexuelle Zufriedenheit zu steigern. Konkret wird dies durch die Blockade des Serotonin-Transporters durch das Dapoxetin realisiert. Da das Medikament vergleichsweise jung ist, existieren noch nicht allzu viele Studien zu dessen Wirksamkeit. Die Untersuchungen, die bislang angestellt wurden, sprechen jedoch von einer drei- bis vierfach verlängerten Dauer bis zur Ejakulation. Das Arzneimittel-Telegramm jedoch hat andere Ergebnisse erzielt und konnte lediglich eine Verlängerung von bis zu einer Minute nachweisen.

 

Bestimmte Kriterien müssen erfüllt sein

 

Priligy ist rezeptpflichtig, um den Besuch beim Hausarzt kommt Mann also nicht herum, um das Präparat einnehmen zu können. Dieser untersucht die Patienten nach einem strengen Kriterienkatalog und längst nicht alle Männer kommen in den Genuss des Medikaments. Verschrieben wird das Präparat nur an Männer im Alter von 18 bis 64 Jahren, die sechs Monate vor der Diagnose über eine unzureichende Kontrolle über ihre Ejakulation verfügten. Zudem muss die intravaginale Zeit bis zum vorzeitigen Samenerguss weniger als zwei Minuten betragen sowie bei minimaler Stimulanz erfolgen. Darüber hinaus müssen durch das Problem bereits persönliche und zwischenmenschliche Schwierigkeiten aufgetreten sein, ehe der Arzt schließlich seinen Rezeptblock zückt.

 

Risiken und Nebenwirkungen

 

Priligy ist ein Medikament, bei dem es auch zu Nebenwirkungen kommen kann. Die häufigsten Folgen, die in Untersuchungen angegeben wurden, waren Übelkeit, Schlaflosigkeit, Durchfall, Müdigkeit sowie Schwindelgefühle und Kopfschmerzen. Zudem sollte die Einnahme von Priligy zusammen mit anderen Medikamenten abgeklärt werden, da es sonst zu Wechselwirkungen und Kontraindikationen kommen kann. Diese treten vor allem bei der kombinierten Einnahme mit anderen Antidepressiva sowie Psychopharmaka auf. Auch im Zusammenspiel mit Enzymhemmern kommt es zu Kontraindikationen. Menschen mit Vorerkrankungen am Herzen sollten ebenso von der Einnahme von Priligy absehen wie Männer, die an Depressionen oder Manien sowie Leberfunktionsstörungen leiden.

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