Levitra – schneller und länger

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2003 war kein gutes Jahr für den Pharmariesen Pfizer. Viagra, sein Zugpferd, das im Bereich der Potenzmittel fünf Jahre lang unangefochten an der Spitze stand, bekam mit Cialis von Lilly und Levitra aus dem Hause Bayer HealthCare gleich doppelt Konkurrenz, die auch noch um einiges günstiger war als der Klassiker unter den Potenzmitteln. Das Besondere an allen drei Medikamenten ist, dass sie Wirkstoffe aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer aufweisen, die sich als ideale Arzneimittel zur Bekämpfung erektiler Dysfunktionen erwiesen haben.

 

Wirkungseintritt nach wenigen Minuten, Wirkdauer bis zu 12 Stunden

 

Die Wirkung der beiden Konkurrenzpräparate Levitra, das den Wirkstoff Vardenafil enthält, und Viagra mit dem Arzneimittel Sildenafil ist weitgehend gleich, beide basieren auf einem PDE-5-Hemmer. Vertreter dieser Arzneimittelgruppe blockieren die Bildung eines Enzyms, des sogenannten PDE 5, das die Bildung von Botenstoffen verhindert, welche für eine Erektion gebraucht werden. Die Medikamente erweitern zudem die Blutgefäße, der Penis wird besser durchblutet, was eine Erektion ermöglicht. Allerdings gibt es zwischen Levitra und Viagra einige Unterschiede. So setzt die Wirkung von Levitra bereits zehn Minuten nach der Einnahme ein, wobei der Wert geringfügig schwanken kann, je nachdem, welche Nahrung vorher gegessen wurde. Viagra hingegen muss 30 Minuten bis eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Untersuchungen besagen, dass den Männern bei Potenzmitteln der schnelle Eintritt der Wirkung am wichtigsten ist. Zudem beträgt die Wirkdauer von Levitra bis zu zwölf Stunden, doppelt so viel wie bei Viagra. Nicht zu letzt schlägt das Medikament aus dem Hause Bayer HealthCare bei mehr Männern an. Studien zufolge konnten durchschnittlich 87 Prozent der Probanden eine Erektion aufbauen, die für den Geschlechtsverkehr ausreichte. 83 Prozent der behandelten Männer kamen dabei zum Orgasmus. Bei einer Doppelblindstudie zeigte sich, dass sowohl Levitra als auch Viagra gleich gut verträglich sind.

 

Nebenwirkungen von Levitra

 

Dennoch handelt es sich bei Levitra um ein Medikament, das wie andere Medikamente auch Nebenwirkungen haben kann. Diese reichen von Verdauungsstörungen über Schwindelgefühle bis hin zu Kopfschmerzen. Ebenso sind Muskel- und Rückenschmerzen möglich, jedoch nicht gravierend. Auch von Gesichtsrötungen und Nasenschleimhautentzündungen wurde berichtet. Die Einnahme des in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschreibungspflichtigen Medikaments muss mit dem Arzt abgeklärt werden. Männer, die an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems leiden, sollten ebenso auf die Einnahme von Levitra verzichten wie Männer mit Lebererkrankungen oder Geschwüren im Magen-Darm-Bereich. Sollten neben Levitra noch andere Medikament eingenommen werden, muss dies ebenfalls mit dem Arzt besprochen werden, da es mit einigen Präparaten zu Kontraindikationen und Wechselwirkungen kommen kann. So kann bei gleichzeitiger Einnahme von Levitra und nitrithaltigen Medikamenten ein gefährlicher Blutdruckabfall eintreten. Bei gleichzeitiger Anwendung von Levitra und HIV-Proteasehemmern treten häufig Wechselwirkungen auf, bei denen der Spiegel des Wirkstoffes Vardenafil im Blutplasma gefährlich ansteigt. Levitra ist wie alle Potenzmittel ein Medikament, das primär für die Erhöhung der Lebensqualität durch die Steigerung der sexuellen Leistungsfähigkeit sorgen soll, weshalb die Kosten für das Präparat leider nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

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